Der Hattrick ist geschafft! Auch 2012 geht der NRW Meister Titel nach Hellenthal!
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Crashtest-Dummys holten den Titel
Von Gudrun Klinkhammer, 06.05.12, 15:59h, aktualisiert 06.05.12, 16:28h
17 Gruppen aus dem ganzen Land zeigten bei den nordrhein-westfälischen Meisterschaften in der Grenzlandhalle grazile Darbietungen. Am Ende hatten die Lokalmatadoren der KG „Ruet-Jold“ die Nase vorn.
Als Crashtest-Puppen verkleidet, holten sich die Tänzer von „Ruet-Jold“ erneut den Titel. (Bild: Klinkhammer)Hellenthal - Was für eine Show! Und das Beste kam in der langen Samstagnacht ganz zum Schluss: Das Hellenthaler Herrenballett der Karnevalsgesellschaft (KG) „Ruet-Jold“ wurde Sieger der dritten offenen NRW-Meisterschaft. Damit sicherten sich die Oleftaler auch zum dritten Mal hintereinander den Titel.
Der Saal kochte buchstäblich, als insgesamt 17 Männerballette aus ganz Nordrhein-Westfalen um den Sieg kämpften. Gut 800 Besucher verfolgten die Darbietungen, die von einigen Showeinlagen angereichert wurden. Bereits im Vorfeld des Wettbewerbs hatten die Mitglieder der KG „Ruet-Jold“ Hellenthal mit ihrem Vorsitzenden Karl-Heinz „Kalle“ Schmitz an der Spitze ganze Arbeit geleistet. Die Halle war für die vielen Besucher bestens gerüstet, Garderoben- und Thekenbereich bestens organisiert. Für die Jury war eigens eine Empore am Kopfende der Halle zusammengezimmert worden. Die Umkleiden für die Teilnehmer befanden sich gleich neben der Grenzlandhalle im Seminarzentrum von Frank Hörnchen.
Die Moderation hatten die beiden Blumenthaler Spitzenkarnevalisten Christoph Dederichs und Rainer „Bötzche“ Krewinkel übernommen. Mit flottem Mundwerk kündigte das Duo die Programmpunkte an, zu allen Gruppen wussten sie zudem wissenswerte Details zu verkünden.
Fanclubs reisten mit an
Als Eisbrecher traten die „Wolferter Jungspunte“ an. Sie zeigten eine rasante Polizistenshow. Weitere Gruppen folgten aus Jülich, Ralshoven, Baal und Seelscheid. Die Gastgruppen hatten in ihren Bussen auch gleich ihre Fanclubs mitgebracht, die mächtig für Stimmung sorgten. Betraten allerdings Gruppen aus dem Kreis Euskirchen die Bühne, dann stiegen die Spannung und vor allem der Geräuschpegel noch einmal ganz besonders an.
So ernteten die „Tanzbärchies“ aus Keldenich für ihre „Mallorca-Party“ viel Applaus, ebenso die „Schmidter Griläächer“. Letztere kamen zunächst als Matrosen auf die Bühne, nach einem raschen Umzug präsentierten sie sich als Schotten und lüfteten ein gut gehütetes Geheimnis: Sie zeigten den Zuschauern, was die Schotten tatsächlich unter ihren karierten Röcken tragen, nämlich weinrote Boxershorts. Mit ihrer pfiffigen Show landeten die Schmidter auf Platz drei der Gesamtwertung.
Weiter gingen aus der hiesigen Region die „Olefer Jecken“, die „Ettschelder Eechhörnche“ und die „Süetenicher Traumtänzer“ an den Start. Die „Stieve Köttel“ aus Kückhoven sicherten sich den zweiten Platz. Die „White Dancers“ aus Dahlem zeigten Schwarzlichttänze als Showeinlage. Für weitere Unterhaltungshöhepunkte sorgten die „Mendiger Mädchen“, die „Magic Diamonds“ aus Udenbreth, die „Spätlese Hellenthal“ und eine Gruppe aus Vettweiß.
Beleuchteter Heiligenschein
Das am Ende erfolgreiche Hellenthaler Herrenballett, das von Britta Krewinkel, Nicole Renn und Andrea Keuer trainiert wird, hatte für den Titeltanz insgesamt zehn Musiktitel zu einer Kür zusammengestellt. Als knatschgelbe Dummys verkleidet, wirbelten die Männer über die Bühne, die kurzerhand mit einem großen gelben Ortsschild als Hellenthaler „Crashtestcamp“ ausgewiesen worden war. Artistische Hebefiguren wechselten sich mit perfekt synchron ausgearbeiteten Tanzpassagen ab.
Als besonderes Bonbon schafften es die Meister, ein Pappauto mit Dummy auf einer Schiene über die Bühne sausen und dann gegen eine Pappmauer krachen zu lassen. Lange währte der Schreck nicht, und schon tauchte ein „Gelber Engel“ auf, dessen Heiligenschein auf Knopfdruck sogar leuchtete.

